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Ärger bei Mitgliederversammlung von Hannover 96

Ärger bei Mitgliederversammlung von Hannover 96
Ärger bei Mitgliederversammlung von Hannover 96
Ole Spata

Clubchef Martin Kind stößt bei einem Teil der Vereinsmitglieder von Hannover 96 weiter auf großen Widerstand.

Die Entlastung des 96-Vorstandes erfolgte am Montagabend bei der mehrstündigen Mitgliederversammlung nur mit «erheblichen Gegenstimmen», wie es der Aufsichtsrats-Chef Valentin Schmidt ausdrückte.

Die Abstimmung über die Entlastung wurde insgesamt dreimal durchgeführt. Einzelne Mitglieder waren mit der Auszählung der Stimmen nicht zufrieden. Sie hatten vergeblich eine geheime Abstimmung gefordert und «Wahlbetrug» gerufen.

Kind wird unter anderem der Verkauf der letzten Anteile des Stammvereins an der GmbH & Co. KG aA vorgeworfen. Die KG aA ist der Lizenznehmer bei der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Der Verein hat 15,66 Prozent der KG-aA-Anteile für rund 3,25 Millionen Euro an die Sales & Service GmbH & Co. KG verkauft. An dieser GmbH sind sieben Gesellschafter aus der Region Hannover beteiligt.

Kind ist sowohl Chef des Vereins als auch Mehrheitsgesellschafter der Sales & Service GmbH & Co. KG. Der 70 Jahre alte Unternehmer ist zudem Geschäftsführer mehrerer 96-GmbHs.