Roboter-Hersteller Kuka will 300 Millionen Euro sparen

Roboter-Hersteller Kuka will 300 Millionen Euro sparen
Roboter-Hersteller Kuka will 300 Millionen Euro sparen
Karl-Josef Hildenbrand

Der Roboterhersteller Kuka verordnet sich wegen schlechter Geschäfte bis 2021 eine Kostensenkung um 300 Millionen Euro – einschließlich Stellenabbau.

Einzelheiten zum Umfang der „Personalmaßnahmen” nannte Interims-Chef Peter Mohnen am Freitag aber noch nicht. „Ich kann beim besten Willen keine Zahl nennen, weil ich keine weiß», sagte er bei einer Telefon-Pressekonferenz. Der Kuka-Vorstand will nun mit den Arbeitnehmervertretern reden. Mohnen ließ offen, ob dem Hightech-Unternehmen rote Zahlen drohen.

Die geplanten Investitionen von einer halben Milliarde Euro will Kuka aber nicht kürzen. Auch am Heimatstandort Augsburg sollen keine Investitionen zurückgefahren werden.

Um aus dem Tief zu kommen, will Kuka künftig auch einfachere und billigere Roboter für die Elektronikindustrie und andere Kunden anbieten – ein heiß umkämpftes Marktsegment. Bisher ist das 2016 vom chinesischen Midea-Konzern übernommene Unternehmen vor allem auf teure Roboter für die Autoindustrie spezialisiert. Die Autobauer sind jedoch von der Abkühlung der Konjunktur betroffen – Kuka ist nun ein mittelbares Opfer dieser Entwicklung. Am Donnerstagabend hatte das Unternehmen erneut seine Prognose für die Zahlen im abgelaufenen Jahr reduziert.