PARTEIVORSITZ

Röttgen: Wahl des CDU-Chefs entscheidet über Zukunft

Eigentlich sollte der neue CDU-Vorsitz längst gewählt sein, aber Corona machte einen Strich durch den Zeitplan. Die Entscheidung ist nach Meinung von Bewerber Röttgen eine zukunftsträchtige.
dpa
Norbert Röttgen
Norbert Röttgen (CDU) ist einer von mehreren Bewerbern um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
München.

Die Neuwahl des CDU-Chefs im Dezember entscheidet nach Ansicht von Norbert Röttgen über den personellen Kurs der Partei für das kommende Jahrzehnt. Die Frage, die es zu beantworten gelte, laute, „mit wem können wir uns die nächsten zehn Jahre vorstellen”, sagte er heute in München.

Die Personalentscheidung müsse den Anspruch haben, mindestens zehn Jahre zu halten. Röttgen gehört neben dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz zu den Bewerbern um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer.

Generell brauche die CDU nach der Ära von Kanzlerin Angela Merkel eine grundlegende Erneuerung, sagte Röttgen. In Diskussionen müsse die CDU sich grundlegend mit den neuen Fragen der Zeit befassen. Dazu gehöre etwa die Rolle Deutschlands und Europas in der sich verändernden Welt.

Im Dezember will die CDU ihren neuen Parteichef wählen. Eigentlich hätte die Wahl bereits erfolgen sollen, wegen der Corona-Krise wurde sie aber auf das Ende des Jahres verschoben. Es wird davon ausgegangen, dass der neue CDU-Chef auch einen Anspruch auf die Kanzlerkandidatur in der Union erhebt. Hier hat aber auch die CSU noch ein Mitspracherecht. In Umfragen wird zudem CSU-Chef Markus Söder als heißer Kandidat für die Kanzlerkandidatur gehandelt.

© dpa-infocom, dpa:200723-99-901375/2

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