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Ruf nach Solidarität mit den Nachbarländern Syriens

Zum Auftakt der internationalen Flüchtlingskonferenz in Berlin hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine stärkere Unterstützung der Nachbarländer Syriens angemahnt.

Der SPD-Politiker warb dafür, sich bei der Bewältigung der Flüchtlingskatastrophe nicht nur auf die humanitäre Nothilfe zu konzentrieren, sondern auch die Stabilisierung der Aufnahmeländer voranzutreiben. «Deshalb soll von dieser Konferenz heute in Berlin ein Bekenntnis der Solidarität ausgehen.»

Wegen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat sind in den vergangenen Jahren bis zu fünf Millionen Syrer in die Nachbarstaaten geflüchtet. Besonders betroffen ist der Libanon, wo Schätzungen zufolge mittlerweile weit mehr als eine Million Syrer leben. Die Einwohnerzahl des kleines Landes ist dadurch nahezu um ein Drittel gestiegen.

Großen Belastungen sind auch Jordanien und die Türkei ausgesetzt: In Jordanien kommen auf sechs Millionen Einwohner mehr als 600 000 registrierte Flüchtlinge. In der Türkei - die aber deutlich größer ist - wurden nach Regierungsangaben mehr als 1,5 Millionen Syrer aufgenommen.

An der Konferenz in Berlin nehmen Vertreter von 40 Staaten und Organisationen teil, darunter UN-Flüchtlingskommissar António Guterres und der libanesische Ministerpräsident Tammam Salam.