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Russische «Nachtwölfe» verteidigen Tour von Moskau nach Berlin

Der russische Biker-Club «Nachtwölfe» hat seine geplante Tour von Moskau nach Berlin zum Gedenken des 70. Jahrestages des Kriegsende gegen Kritik aus Polen verteidigt.

«Wir sind Biker, unbewaffnet, offen nach allen Seiten», sagte der Präsident des Clubs, Alexander Saldostanow, im Interview des kremltreuen TV-Senders lifenews.ru. Die Tour sei nicht - wie von der polnischen Regierung behauptet - eine Provokation. Die etwa 20 Biker wollten noch heute in Moskau losfahren.

«Unsere Reise ist eine Demonstration des Vertrauens, nicht der Stärke. Wir wollen die Gräber unser Großväter besuchen, das ist unsere Pflicht», sagte der auch unter dem Namen «Chirurg» bekannte Biker. Die Motorradfahrer hätten Visa und würden jeweils einzeln nach Polen einreisen. So solle das Verbot umgangen werden, die Biker als Kolonne einreisen zu lassen. Er warf der polnischen Führung «Russenhass» vor.

Zuvor hatten auch der Kreml und das Außenministerium in Moskau das polnische Einreiseverbot für die «Nachtwölfe» kritisiert. Nach Darstellung des Clubs sind Stationen in Minsk, Brest, Breslau (Wrocław), Brünn, Bratislava, Wien, München, Prag, Torgau und Berlin-Karlshorst geplant. Am 9. Mai, dem in Russland gefeierten Tag des Sieges über Hitlerdeutschland, wollen sie in Berlin sein.