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Sachverständige: Deutsche Agrarpolitik ist «Negativbeispiel»

Sachverständige: Deutsche Agrarpolitik ist «Negativbeispiel»
Sachverständige: Deutsche Agrarpolitik ist «Negativbeispiel»
Arno Burgi

Die deutsche Agrarpolitik bremst nach Ansicht eines Beratergremiums der Bundesregierung ökologische Reformen in Europa aus. Während die Bundesrepublik in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle beim Umweltschutz einnehme, sei die Agrarpolitik ein «Negativbeispiel».

Deutschland habe auf eine Abschwächung von Bemühungen der EU-Kommission gedrängt und auch auf nationaler Ebene Spielräume nicht genutzt, bemängelte der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in einem Gutachten. «Hier fehlt bereits ein breiter Konsens für eine umweltgerechte und zukunftsfähige Landwirtschaft», schreiben die sieben SRU-Experten.

Konkret kritisieren die Professoren verschiedener Fachrichtungen im Umweltgutachten 2016 den übermäßigen Einsatz von Pestiziden. Sie fordern eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel sowie Pufferzonen, in denen keinerlei Pflanzenschutzmittel angewendet werden dürfen, zum Beispiel an Gewässern und Feldrändern.