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Schiller-Gedächtnis-Preis für Rainald Goetz

Schiller-Gedächtnis-Preis für Rainald Goetz
Schiller-Gedächtnis-Preis für Rainald Goetz
Daniel Maurer

Der Dramatiker Rainald Goetz hat den mit 25 000 Euro dotierten Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg verliehen bekommen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) würdigte den 59-Jährigen am Samstag als einen der profiliertesten Gegenwartsautoren in Deutschland. «Als Dramatiker und Erzähler greift er zeitkritische Themen auf und reflektiert die moderne Gesellschaft und deren Mechanismen», sagte Kretschmann. So sei der in Berlin lebende Goetz zu einer wichtigen Stimme geworden.

Der Schiller-Preis ist einer der bedeutendsten deutschen Literaturpreise. Er wurde 1955 aus Anlass des 150. Todestages von Friedrich Schiller gestiftet und wird alle drei Jahre an verdiente deutschsprachige Literaten verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Max Frisch, Golo Mann, Friedrich Dürrenmatt, Peter Handke, Botho Strauß und Tankred Dorst.

Bei Goetz lobte die Jury, er habe mit «Rave» den ersten Techno-Roman geschrieben und das Internet mit «Abfall für alle» literaturfähig gemacht, als Bloggen noch nicht Mode gewesen sei. Zuletzt habe er mit seinem Roman «Johann Holtrop» die klarsichtigste Psychopathologie der Wirtschaftswelt vorgelegt, die die deutsche Gegenwartsliteratur bislang hervorgebracht habe.

Die jungen Dramatiker Mathilda Fatima Onur und Mario Salazar erhielten den mit je 7500 Euro dotierten Förderpreis.