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Schäuble: «Pegida»-Anhänger finden sich in Politik nicht wieder

Schäuble: «Pegida»-Anhänger finden sich in Politik nicht wieder
Schäuble: «Pegida»-Anhänger finden sich in Politik nicht wieder
Arno Burgi

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht die antiislamischen «Pegida»-Demonstrationen auch als Folge von Fehlern der Politik.

«Ich sehe, dass viele Menschen das Gefühl haben, dass sie sich in der institutionell verfassten Politik nicht wiederfinden. Das muss man ernst nehmen», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post».

Auch Schäuble sieht hinter der «Pegida»-Warnung vor einer Überfremdung vor allem soziale Ängste: «Die Menschen sorgen sich, dass die Unterschiede zwischen Arm und Reich größer werden», sagte er. «Eine moderne, freiheitliche Gesellschaft hängt davon ab, dass die Menschen das Gefühl haben, es geht in ihr fair zu. Wenn diese Grundvoraussetzung für sozialen Zusammenhalt verloren geht, wird das Gesamtsystem geschwächt.»

Deutschland sei dringend auf Zuwanderung angewiesen und habe bei der Integration von Ausländern erhebliche Fortschritte gemacht. «Die Politik muss zuhören und argumentieren», sagte Schäuble. «Diejenigen aber, die als Partei wie die Alternative für Deutschland oder als Organisatoren von "Pegida" bewusst fremdenfeindliche Ressentiments schüren, die muss man wirklich bekämpfen.»