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Schwacher Euro und EZB-Hoffnungen geben Dax Auftrieb

Schwacher Euro und EZB-Hoffnungen geben Dax Auftrieb
Schwacher Euro und EZB-Hoffnungen geben Dax Auftrieb
Fredrik Von Erichsen

Der Dax hat am Mittwoch nach einem holprigen Start sichtbar vom schwächelnden Euro profitiert. Eine schwächere Gemeinschaftswährung erleichtert den Export.

Auch der Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag wirft seine Schatten voraus. EZB-Präsident Mario Draghi werde es kaum wagen, die Märkte erneut zu enttäuschen, glaubt Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets.

Am Nachmittag gewann der deutsche Leitindex 1,32 Prozent auf 9820,44 Punkte. An den beiden Vortagen hatte er noch geschwächelt.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Mittwoch um 0,90 Prozent auf 19 581,85 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,46 Prozent auf 1610,94 Punkte schaffte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,43 Prozent auf 3044,90 Punkte hoch.

In der Nacht war der Euro wieder unter die Marke von 1,10 US-Dollar gesunken - das verbilligt Produkte deutscher Unternehmen für Käufer außerhalb der Eurozone. Zudem sind die Aktienkurse seit Wochen eng an die Ölpreise gekoppelt, welche sich am Mittwoch nach dem schwachen Vortag stabilisierten.

Derweil setzte sich die deutsche Berichtssaison fort: Aus dem Dax legten die Deutsche Post, Eon und BMW ihre Ergebnisse für das vergangene Jahr vor. Die Papiere der Deutschen Post verloren knapp 1 Prozent. Nach einem herben Gewinneinbruch mussten sich die Anteilseigner des Logistikkonzerns die Hoffnung auf eine höhere Dividende abschminken.

Bei Eon ging es um über 1 Prozent bergab. Der vor der Aufspaltung stehende Energiekonzern sorgte mit einem rekordhohen Jahresverlust für trübe Stimmung.

Der Autobauer BMW erzielte 2015 zwar Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn und konnte die Anleger positiv überraschen. Jedoch fielen die Münchener bei der Umsatzrendite hinter Oberklasse-Konkurrent Daimler zurück. Zudem blieb eine erhoffte Sonderdividende aus. Die Aktien verloren am Dax-Ende 1,5 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,06 Prozent am Vortag auf 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 142,08 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,0,32 Prozent auf 162,30 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,0973 (Dienstag: 1,1028) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9113 (0,9068) Euro.