Schwaches Interesse am ESC-Vorentscheid

Schwaches Interesse am ESC-Vorentscheid
Schwaches Interesse am ESC-Vorentscheid
Hendrik Schmidt

Für die Fernsehzuschauer war die Sache klar: lieber Krimi als Musik. „Der Staatsanwalt” im ZDF lag bei den Einschaltquoten am Freitagabend um Längen vorn: Im Schnitt 6,32 Millionen schalteten um 20.15 Uhr die neue Folge „Um jeden Preis” ein.

Der Marktanteil lag bei 20,6 Prozent – mehr als jeder fünfte Zuschauer um diese Zeit. Dagegen war das Interesse am Vorentscheid für den diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) überschaubar, den das Erste unter dem Titel „Unser Lied für Israel” zeigte. Die zweistündige, von Barbara Schöneberger und Linda Zervakis moderierte Sendung sahen 2,84 Millionen Zuschauer (9,6 Prozent). Zusammen mit dem Digitalsender One waren es 2,99 Millionen.

Im vergangenen Jahr hatte die Live-Übertragung des Vorentscheids noch 3,17 Millionen Zuschauer (9,9 Prozent) – und das, obwohl zeitgleich die Gala zur „Goldenen Kamera” im ZDF übertragen wurde. Diesmal gewann das Duo S!sters. Die beiden Sängerinnen Carlotta (19) aus Hannover und Laurita (26) aus Wiesbaden überzeugten mit ihrem Song „Sister” am meisten. Sie treten damit für Deutschland im ESC-Finale am 18. Mai in Tel Aviv an.

Die Sportshow „Big Bounce – Die Trampolin Show” auf RTL verfolgten ab 20.15 Uhr 1,70 Millionen (5,6 Prozent), deutlich weniger als in der Woche davor. Den Science-Fiction-Film „Star Trek” mit Chris Pine als junger Captain Kirk sahen auf ProSieben 1,37 Millionen (4,7 Prozent), die Show „Das große Promi-Flaschendrehen” auf Sat.1 im Schnitt 1,30 Millionen (4,4 Prozent) und den Horroraction-Streifen „Van Helsin” auf RTL II 1,10 Millionen (3,8 Prozent).

Die Krimiserie „Law & Order: Special Victims Unit” bei Vox interessierte im Durchschnitt 1,05 Millionen (3,4 Prozent), die Krimiserie „Elementary” auf Kabel eins 0,80 Millionen (2,6 Prozent) und die Krimiserie „Death in Paradise” auf ZDFneo 0,73 Millionen (2,4 Prozent).