VERTRAUEN WIEDER HERSTELLEN

Schwedische Akademie vergibt 2019 zwei Literaturnobelpreise

– Die Schwedische Akademie wird in diesem Jahr gleich zwei Literaturnobelpreise vergeben. Nach der Absage im Vorjahr werde in diesem Herbst sowohl ein Preisträger für das Jahr 2018 als auch einer für das Jahr 2019 verkündet, gab die Nobelstiftung am Dienstag in Stockholm bekannt.
dpa
Nobelpreis
Eine Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel – davon sollen dieses Jahr gleich zwei im Bereich Literatur vergeben werden. Foto: Kay Nietfeld
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Nach den internen Problemen bei der für die Preisvergabe zuständigen Akademie sei die Nobelstiftung zu der Ansicht gelangt, dass die Institution mehrere wichtige Maßnahmen ergriffen habe, um das Vertrauen in sie wiederherzustellen. Mit diesen Reformen habe die Akademie nun die Möglichkeit, das vergangene Jahr hinter sich zu lassen.

Die Schwedische Akademie steckt seit Ende 2017 wegen eines Skandals in einer tiefen Krise. Die Affäre dreht sich um die mittlerweile aus dem Gremium ausgetretene Dichterin Katarina Frostenson und ihren Ehemann Jean-Claude Arnault, der im Dezember vom Berufungsgericht in Stockholm wegen Vergewaltigung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Wie bereits gegen das Urteil der Vorinstanz ging er dagegen in Berufung. Die Akademie wirft den beiden außerdem vor, die Literaturnobelpreisträger vorab ausgeplaudert und damit gegen ihre Geheimhaltungspflicht verstoßen zu haben.

Wegen der Krise bei der Akademie war 2018 kein Nobelpreis für Literatur vergeben worden. Damals hatte die Jury bereits angekündigt, man wolle den Preis für 2018 im kommenden Jahr zusammen mit demjenigen für 2019 bekanntgeben. Begründet wurde das damit, dass zunächst das Vertrauen der Öffentlichkeit zur Akademie wiederhergestellt werden müsse, bevor ein neuer Preisträger verkündet werde. Der Vorsitzende der Schwedischen Akademie, Anders Olsson, sagte dazu am Dienstag der Tageszeitung «Dagens Nyheter»: «Es werden zwei Nobelpreise, so wie wir es erhofft haben.»

Die Nobelstiftung hatte mehrere Änderungen bei der Akademie gefordert, damit diese die Preisvergabe wiederaufnehmen darf. Dem war die Institution, die den Literaturnobelpreis seit 1901 vergibt, weitgehend nachgekommen.

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