«Fiona» in Puerto Rico
Überschwemmte Häuser am Strand von Salinas in Puerto Rico, nachdem Hurrikan «Fiona» durch das Gebiet gezogen ist. Alejandro Granadillo/AP/dpa
Naturkatastrophen

Schwerer Hurrikan „Fiona” trifft weitere Karibik-Inseln

Nachdem „Fiona” in Puerto Rico und der Dominikanischen Republik schwere Schäden angerichtet hatte, brachte der Hurrikan nun auf weiteren Inseln der Karibik heftigen Regen.
dpa

Nach schweren Überschwemmungen in Teilen der Karibik hat der Sturm „Fiona” als Hurrikan der Stärke drei auch den Turks- und Caicosinseln heftigen Regen gebracht. Die Regierung des britischen Überseegebiets rief die rund 30.000 Bewohner auf, zu Hause zu bleiben. Der Wirbelsturm hatte an Kraft gewonnen und zog mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern an der Inselkette vorbei. Das US-Hurrikanzentrum sagte voraus, „Fiona” werde noch stärker werden und sich am Donnerstag Bermuda nähern.

Noch als Hurrikan der Kategorie eins (von fünf) war „Fiona” am Sonntag in Puerto Rico auf Land getroffen und hatte schwere Schäden angerichtet – Gouverneur Pedro Pierluisi nannte das Ausmaß der Zerstörung gar „katastrophal”. Es gab ihm zufolge mindestens zwei Tote. Nach einem inselweiten Stromausfall hatten am Dienstag nach Angaben des Anbieters Luma mehr als 1,1 Millionen der etwa 1,5 Millionen Anschlüsse auf Puerto Rico noch immer keinen Strom.

Am Dienstag jährte sich in dem US-Außengebiet zum fünften Mal der verheerende Durchzug des Hurrikans „Maria”. Diesem wurden fast 3000 Todesopfer zugeschrieben, der Wiederaufbau ist längst nicht abgeschlossen und wird nun abermals erschwert. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema kündigte an, in den kommenden Tagen Hunderte zusätzliche Mitarbeiter nach Puerto Rico zu schicken.

Nahe der bei Touristen beliebten Stadt Punta Cana war „Fiona” am Montag auch in der Dominikanischen Republik auf Land getroffen. Dort, wie auch in Puerto Rico, wurde nach Angaben der jeweiligen Behörden vielerorts die Wasserversorgung unterbrochen. Präsident Luis Abinader sagte seine geplante Reise nach New York zur UN-Generalversammlung ab und machte sich vor Ort ein Bild der Schäden.

© dpa-infocom, dpa:220921-99-839442/2

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