Erdbeben in Mexiko
In Mexiko-Stadt sind Menschen angesichts der Erdstöße ins Freie geflüchtet. Fernando Llano/AP/dpa
Pazifik

Schweres Erdbeben erschüttert Mexiko

An der Westküste Mexikos hat die Erde mit einer Stärke von mindestens 7,4 gebebt. Das Datum weckt in dem Land traurige Erinnerungen an vergangene Katastrophen.
dpa
Mexiko-Stadt

Ein schweres Erdbeben hat die zentrale Pazifikküste Mexikos erschüttert. Die US-Behörde USGS gab die Stärke mit 7,6 an und das mexikanische Seismologische Institut mit 7,4. Das Zentrum des Bebens lag demnach südöstlich der Stadt Aquila im Bundesstaat Michoacán an der mexikanischen Pazifikküste.

Ein Mensch kam nach Angaben von Präsident Andrés Manuel López Obrador in der Hafenstadt Manzanillo im Bundesstaat Colima ums Leben. Schäden wurden nach Angaben des mexikanischen Zivilschutzes, der Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum, und Präsident López Obrador zunächst nicht gemeldet. Es werde aber noch geprüft, wie die Lage in verschiedenen Regionen ist. Der Sender Televisa dagegen berichtete von Schäden und gefährdeten Gebäuden.

In Mexiko-Stadt wurde ein Erdbebenalarm ausgelöst – kurz, nachdem dort und landesweit am Nachmittag eine Katastrophenschutz-Übung am Jahrestag der schweren Erdbeben von 2017 stattgefunden hatte, wie die mexikanische Zeitung „El Universal” berichtete.

Der 19. September ist in Mexiko ein trauriges Datum. Vor 37 Jahren erschütterte an diesem Tag ein Erdbeben Mexiko-Stadt, bei dem Tausend von Menschen ums Leben kamen. Am 19. September 2017 bebte die Erde in Mexiko wieder – 369 Menschen starben, davon 228 in Mexiko-Stadt.

© dpa-infocom, dpa:220919-99-825893/2

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