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Schwester nennt österreichischen Todesschützen «kalt und gefühlsarm»

Schwester nennt österreichischen Todesschützen «kalt und gefühlsarm»
Schwester nennt österreichischen Todesschützen «kalt und gefühlsarm»
Roland Schlager

Die Familie des österreichischen Todesschützen Alois H. hat schon vor seiner Bluttat einen Gewaltausbruch befürchtet. Er sei jähzornig gewesen, sagte die Schwester des Jägers und Wilderers in einem am Samstag veröffentlichten Interview der österreichischen «Kronen Zeitung».

«Genau deswegen hatten wir das Gefühl, dass alles einmal eskalieren würde.» Doch sie habe sich eher vorgestellt, dass er seiner Familie etwas antut als anderen Menschen. «Ich war manchmal schockiert, dass er so kalt und gefühlsarm sein konnte.»

Der 55-Jährige hatte am Dienstag drei Polizisten und einen Rettungsfahrer erschossen, um einer Festnahme wegen Wilderei zu entgehen. Die Polizei belagerte daraufhin seinen Bauernhof, auf den er sich zurückgezogen hatte. Seine Leiche wurde schließlich in einem geheimen Keller gefunden.

Unterdessen haben Medien den Todesschützen auch mit vier ungeklärten Frauenmorden in Verbindung gebracht. Laut Staatsanwaltschaft gab es aber keine Indizien in diese Richtung, berichtete die Nachrichtenagentur APA bereits vor dem Wochenende. Ermittler untersuchten dennoch weiter das große Waffenarsenal des Mannes und wollten herausfinden, ob er Gewehre aus Jagdvillen gestohlen und die Gebäude angezündet hat.