GLYPHOSAT BLEIBT DAUERTHEMA

Schwierige Phase für Bayer: Konzern stellt Bilanz vor

Vor dem Hintergrund von Glyphosat-Klagen und einem schwächelnden Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten legt Bayer heute seine Jahreszahlen vor. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern macht eine schwierige Phase durch.
dpa
Schwierige Phase für Bayer: Konzern stellt Bilanz vor
Schwierige Phase für Bayer: Konzern stellt Bilanz vor Oliver Berg
Leverkusen.

Ende 2018 wurde ein Umstrukturierungsprogramm samt Personalabbau verkündet – 12.000 der weltweit knapp 120.000 Arbeitsplätze will Bayer bis Ende 2021 abbauen. Wie viele davon auf Deutschland entfallen, ist noch unklar. Bayer-Chef Werner Baumann dürfte sich heute auch zum Stand der Umbaupläne äußern und einen Ausblick auf 2019 geben.

Weiter für Unruhe sorgt das Thema Glyphosat, dem sich Bayer durch die Übernahme des einstigen US-Konkurrenten Monsanto stellen muss – der glyphosathaltige Unkrautvernichter Roundup ist ein gut verkauftes Produkt der jetzigen amerikanischen Tochterfirma. In den USA muss sich Bayer gegen Vorwürfe von 9300 Klägern wegen möglicher Krebsgefahren glyphosathaltiger Produkte wehren.

Bayer betont, das Pflanzenschutzmittel sei bei ordnungsgemäßer Anwendung sicher. Unlängst startete in San Francisco ein Prozess, der für die Leverkusener brisant ist: Es handelt sich um einen „Bellwether Case” genannten Musterfall in einem Massenverfahren, der richtungsweisend für viele weitere Klagen ist.

Analysten rechnen damit, dass Bayer 2018 auf einen Umsatz von rund 39 Milliarden Euro gekommen ist, nach Vorjahreserlösen von 35 Milliarden Euro. Der Gewinn dürfte auch wegen Kosten im Zusammenhang mit der Monsanto-Übernahme gefallen sein.

zur Homepage