SCHWEIZERISCHE BUNDESGERICHT

Semenya darf vorläufig wieder über kürzere Strecken laufen

Südafrikas Lauf-Star Caster Semenya hat im Streit um erhöhte Hormonwerte einen Teilerfolg errungen. Das Schweizerische Bundesgericht bestätigte Berichte südafrikanischer Medien, wonach die 28-Jährige bis auf weiteres wieder auf Strecken zwischen 400 und 1500 Metern antreten darf.
dpa
Caster Semenya
Caster Semenya darf vorerst wieder auf den kürzeren Strecken laufen. Foto: Hendrik Schmidt

Die bereits am Freitag erlassene Anordnung gilt bis zu einer endgültigen Entscheidung durch das Bundesgericht. Semenyas Anwalt Gregg Nott sagte, das Gericht habe den Leichtathletik-Weltverband IAAF angewiesen, die Umsetzung der Regel auszusetzen und sich dazu bis zum 25. Juni zu äußern.

Die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin geht vor dem Bundesgericht gegen eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS in Lausanne vor. Er hatte eine Regel des Leichtathletik-Weltverbandes für rechtens erklärt, mit der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt werden. Zuletzt hatte Semenya angekündigt, deswegen beim Diamond-League-Meeting in Stanford/USA am 30. Juni über 3000 Meter anzutreten und nicht über ihre Paradestrecke 800 Meter.

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