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Chinas Börsen rutschen ab

Chinas Aktienmärkte haben trotz massiven Eingreifens der Regierung ihre Talfahrt fortgesetzt.

Der Shanghai Composite Index schloss um 5,9 Prozent schwächer, nachdem er zuvor mit einem Minus von 8,2 Prozent in den Handel gegangen war. Der Shenzhen Component verlor 2,94 Prozent auf 11040,89 Punkte.

Die sich zuspitzende Lage an Chinas Festland-Börsen erschütterte auch den Markt in Hongkong. Der dortige Index Hang Seng ging mit einem Verlust von acht Prozent aus dem Handel. Nach einem heftigen Kursrutsch am Morgen hatten die Zentralbank und Aufsichtsbehörden umgehend neue Maßnahmen verkündet, um die Märkte zu stützen.

Chinas Zentralbank versicherte, dem nationalen Kreditgeber China Securities Finance Corporation (CSF) ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen, um Wertpapierkäufe zu finanzieren. Die CSF benötige dafür mindestens 500 Milliarden Yuan (umgerechnet rund 73 Mrd Euro), um den Markt zu stützen, berichtete der Finanzdienst Bloomberg.

Um die Stabilität zu sichern, forderte Peking die Staatsunternehmen des Landes dazu auf, keine Aktien mehr zu verkaufen. Nach dem spekulativen und vielfach kreditfinanzierten Aktienboom der vergangenen Monate haben die Indizes in Shenzhen und Shanghai seit Mitte Juni mehr als ein Drittel an Wert verloren.