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Skandal um CO2-Falschangaben dürfte glimpflicher für VW ausgehen

Skandal um CO2-Falschangaben dürfte glimpflicher für VW ausgehen
Skandal um CO2-Falschangaben dürfte glimpflicher für VW ausgehen
Jan Woitas

Die Falschangaben bei CO2-Werten in Abgasen von VW-Autos sind nach Informationen der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» für den Konzern ein deutlich kleineres Problem als angenommen.

Auf Kunden hätten die Unregelmäßigkeiten keine Auswirkungen, habe eine gemeinsame Überprüfung von Kraftfahrt-Bundesamt, Bundesverkehrsministerium und VW ergeben. Ein VW-Sprecher wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben. Damit könnten die von VW zunächst auf zwei Milliarden Euro geschätzten Kosten für die CO2-Unregelmäßigkeiten deutlich geringer ausfallen.

Am 3. November hatte der Konzern von den Unregelmäßigkeiten berichtet, von denen 800 000 Autos des Konzerns betroffen sein könnten. Tatsächlich sind laut «FAZ» nach abermaliger Prüfung weniger als 40 000 Autos betroffen. In der vergangenen Woche hatte ein VW-Sprecher bereits gesagt, die Zahl der verdächtigen Autos schrumpfe. Aus Kundensicht stand vor allem die mögliche Gefahr im Raum, dass Steuernachforderungen auf sie zukommen könnten.

Die Abweichungen sind dem Bericht zufolge zudem minimal: Bei einigen Autos nur 0,1 Gramm, in anderen Fällen bis zu 4 Gramm CO2 je Kilometer. Diese Werte liegen innerhalb von zulässigen Toleranzen. Die VW-Aktie legte zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent zu.