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Sorge über Eskalation der Gewalt in Mazedonien

Sorge über Eskalation der Gewalt in Mazedonien
Sorge über Eskalation der Gewalt in Mazedonien
Valdrin Xhemaj

Nach zweitägigen Kämpfen im mazedonischen Kumanovo mit wenigstens 22 Toten und 37 Verletzten hat die Spezialpolizei die drittgrößte Stadt des Landes verlassen. Tausende evakuierte Einwohner konnten am Morgen wieder in ihre Häuser zurückkehren, von denen viele schwer beschädigt sind.

Die Schulen blieben geschlossen und die Stromversorgung war in einigen Stadtteilen immer noch unterbrochen.

Die Staats- und Regierungsspitze des Balkanlandes hatte am Vortag «albanische Terroristen» aus dem benachbarten Kosovo für die Kämpfe verantwortlich gemacht. Daneben wurde beklagt, dass sich Brüssel so wenig um den EU-Kandidaten Mazedonien gekümmert habe. Auch die Medien in den Nachbarländern gaben der EU Mitschuld an dem Gewaltausbruch, weil dem Land seit zehn Jahren der Beginn der Beitrittsverhandlungen vorenthalten wird.