Unsere Themenseiten

Soldaten aus Sachsen sollen sich an Nato-«Speerspitze» beteiligen

Soldaten aus Sachsen sollen sich an Nato-«Speerspitze» beteiligen
Soldaten aus Sachsen sollen sich an Nato-«Speerspitze» beteiligen
Peter Endig

Am Aufbau der neuen superschnellen Eingreiftruppe der Nato soll sich im nächsten Jahr auch das Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg in Sachsen beteiligen.

Der Gefechtsverband ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur als zweiter großer Beitrag der Bundeswehr neben dem Deutsch-Niederländischen Korps in Münster vorgesehen. Zu dem Bataillon «Marienberger Jäger» gehören rund 900 Soldaten.

Die neue «Speerspitze» der Nato wird vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise vor allem als Abschreckung gegen Russland aufgebaut. Sie soll innerhalb weniger Tage verlegt werden können - beispielsweise in die Bündnisstaaten im Baltikum. Länder wie Litauen fühlen sich besonders von der russischen Interventionspolitik in Nachbarstaaten bedroht.

Ursprünglich war der Start der neuen Eingreiftruppe erst für 2016 geplant. Am Dienstag kamen die Nato-Außenminister jedoch in Brüssel zusammen, um bereits für 2015 eine «Speerspitze» zu beschließen. Das Verteidigungsministerium in Berlin wollte sich zu Details der deutschen Beteiligung zunächst nicht äußern. Diese würden derzeit noch mit den Nato-Militärbehörden und den anderen Bündnispartnern abgestimmt, sagte ein Sprecher.