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SPÖ nach Faymann-Rücktritt gegen Neuwahl-Debatte

SPÖ nach Faymann-Rücktritt gegen Neuwahl-Debatte
SPÖ nach Faymann-Rücktritt gegen Neuwahl-Debatte
Christian Bruner

Die Sozialdemokraten in Österreich stemmen sich nach dem Rücktritt von Kanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann weiter vehement gegen eine Neuwahl-Debatte. Der Gedanke an Neuwahlen wäre ein «schwerer Fehler», sagte der SPÖ-Fraktionsvorsitzende Andreas Schieder in Wien.

Die Wähler wollten eine handlungsfähige Regierung. «Gerade ein personeller Neuanfang gibt auch die Chance, dass man bei Arbeitsthemen durchstartet.» Die Neubesetzung des Kanzlers und des SPÖ-Vorsitzes sei nur eine Frage von wenigen Tagen. «Es muss ganz schnell gehen», sagte Schieder.

Die SPÖ habe hier kein Problem, sondern eher die Qual der Wahl. Alle, die bis jetzt in den Zeitungen genannt worden seien, wären sehr fähig. «Es geht nicht um die Suche nach dem Guten, sondern es geht darum, aus den Guten den Besten auszuwählen», so der Fraktionschef. Vor allem der Chef der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Christian Kern (50), und der Medien-Manager Gerhard Zeiler (60) gelten als Anwärter auf den Posten des österreichischen Regierungschefs. Faymann war am Montag wegen innerparteilicher Kritik zurückgetreten.