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Starke Ifo-Daten treiben Dax wieder über 9800 Punkte

Ein überraschender Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas hat den Dax am Montag zeitweise wieder über die Marke von 9800 Punkten gehievt.

Das deutsche Börsenbarometer knüpfte an seine Gewinne der vergangenen sieben Handelstage an und gewann bis zum Nachmittag 0,68 Prozent auf 9799 Punkte. Der MDax rückte um 0,81 Prozent auf 16 978 Punkte vor. Der TecDax gewann 0,83 Prozent auf 1340 Punkte.

Den Ifo-Daten zufolge hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November überraschend auf. Erstmals seit sechs Monaten stieg das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft wieder - um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 103,0 Punkte gerechnet. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz sprach von einer «vorweihnachtlichen Bescherung». Vor allem die deutlich verbesserten Geschäftsaussichten gäben Hoffnung, dass es sich nicht nur um einen positiven Ausreißer handele.

Unter den Einzelwerten zählten die Aktien von RWE mit minus 0,59 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Die Papiere des Konkurrenten Eon gaben um 0,22 Prozent nach. Einem «Spiegel»-Bericht zufolge will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Stromkonzerne verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer fossilen Kraftwerke um mindestens 22 Millionen Tonnen zu verringern. Praktisch läuft diese Vorgabe darauf hinaus, Kohlemeiler abzuschalten.

Eine positive Studie der US-Bank Citigroup verhalf den Aktien der Deutschen Börse bis auf 57,74 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Anfang April. Ein Kommentar der britischen Bank Barclays ließ die Telekom-Aktie bis auf 13,38 Euro steigen. Vorn im Dax mischten auch die Anteilsscheine der Autobauer BMW, Daimler und VW sowie des Zulieferers Conti mit.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,65 Prozent am Freitag auf 0,66 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,01 Prozent auf 138,13 Punkte. Der Bund Future gab um 0,07 Prozent auf 151,91 Punkte nach. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2410 (Freitag: 1,2422) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8058 (0,8050) Euro.