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Steigende Ölpreise geben dem Dax neuen Schwung

Stark steigende Rohölpreise sowie Kursgewinne an den wichtigsten asiatischen Börsen haben dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart neuen Schwung gegeben.

Der Dax gewann zuletzt 1,65 Prozent auf 9543,33 Punkte. Die vergangene Woche hatte der Leitindex mit einem Gewinn von fast 5 Prozent beendet und sich damit etwas vom verpatzten Jahresstart erholt.

Seit seinem Hoch im November 2015 hatte der DAX zuletzt rund 18 Prozent eingebüßt. «Sollten sich die Konjunktursorgen in den kommenden Wochen nicht in dem Maße wie derzeit befürchtet manifestieren, dürfte der Korrekturboden schon bald erreicht sein», glaubt LBBW-Investmentanalyst Werner Bader.

Der MDax mittelgroßer Werte stieg am Montag um 1,31 Prozent auf 19 259,10 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,24 Prozent auf 1632,59 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte ein Plus von 1,67 Prozent auf 2918,89 Punkte.

Die höheren Ölpreise gäben den Börsianern weiteren Mut, sagte Marktstratege Chris Weston von IG. Die Preisentwicklung bei Rohöl wird von Börsianern als Konjunkturindikator derzeit besonders stark beachtet.

Der russische Energieminister Alexander Novak hatte sich am Wochenende weiterhin optimistisch gezeigt, dass wichtige Förderstaaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und Russland eine Begrenzung der Fördermengen umsetzen können.

Unter den Einzelwerten im Dax zeigten die Papiere der Versorger Eon und RWE mit Gewinnen von rund 4 Prozent die größten Sprünge nach oben. Beide Aktien hatten am Freitag mit Verlusten von 4,50 beziehungsweise 2,60 Prozent zu den schwächsten Titeln im Leitindex gehört. Händler verwiesen zur Begründung der steilen Aufwärtsbewegung auch auf eine Pressemeldung, wonach die Milliarden-Risiken der deutschen Versorger beim Atomausstieg begrenzt und auch auf die Steuerzahler abgewälzt werden sollen.

Stark nachgefragt wurden auch BMW-Aktien mit einem Plus von 1,88 Prozent. Seit Jahresbeginn gehören die Papiere mit minus 23 Prozent aber zu den schlechtesten Dax-Werten. Laut einem Pressebericht plant BMW neue Luxusmodelle in Konkurrenz zu Mercedes-Limousinen.

Ein pessimistischer Ausblick für 2016 ließ Leoni-Aktien am MDax-Ende um mehr als 8 Prozent einbrechen. Der Autozulieferer hat angesichts eines trüberen Wirtschaftsumfeldes seine Umsatzprognose für das laufende Jahr um 200 Millionen Euro auf 4,4 Milliarden Euro gesenkt.

Xing profitierten hingegen von einer angekündigten Dividendenerhöhung sowie einer geplanten Sonderausschüttung und waren mit einem Plus von 4,57 Prozent Spitzenreiter im TecDax.