Unsere Themenseiten

Streit um Berliner Zweitwohnungen für Touristen

Streit um Berliner Zweitwohnungen für Touristen
Streit um Berliner Zweitwohnungen für Touristen
Britta Pedersen

Im Streit um die Vermietung von Berliner Zweitwohnungen an Touristen deutet sich ein Erfolg der Kläger an. «Es spricht viel dafür, dass es einen Anspruch gibt», sagte Richterin Rautgundis Schneidereit in dem Verfahren am Verwaltungsgericht in der Hauptstadt.

Eine Entscheidung sollte gegen 13.00 Uhr verkündet werden. Geklagt hatten drei Eigentümer von Zweitwohnungen aus Rostock, Dänemark und Italien. Ihre Domizile in Berlin nutzen sie zum Teil selbst. Für die Zeit, in der sie nicht da sind, wollen sie an Touristen vermieten. Dies wurde ihnen von den Bezirksämtern Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg verweigert.

Angesichts des knappen Wohnraums in der Hauptstadt dürfen Ferienwohnungen seit Mai endgültig nicht mehr gewerblich angeboten werden. Wer dennoch ohne besondere Genehmigung vermietet, riskiert bis zu 100 000 Euro Bußgeld. Nach Ansicht des Bezirksämter dürfen auch Zweitwohnungen nicht Touristen überlassen werden. Wenn mit Wohnraum ein höheres Entgelt erzielt werden soll, sei dies kein schutzwürdiges Eigeninteresse, hatten die Ämter argumentiert.