BAYERN DROHT MIT ALLEINGANG

Brauerei-Verband will Pfand für Bierkisten deutlich erhöhen

Der Bundesverband privater Brauereien fordert eine bundesweite Anhebung des Pfands für Bierkisten. Schuld sollen die Verbraucher und Großhändler sein.
dpa
Disput um Kistenpfand
Die privaten Brauereien wollen, dass das Pfand für Bierkisten erhöht wird. Peter Kneffel
Nürnberg.

Der Bundesverband privater Brauereien fordert eine deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung für Bierkisten auf mindestens fünf Euro. Das sagte Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbands Private Brauereien Deutschland.

Derzeit liegt das Pfand für leere Bierkisten meist bei 1,50 Euro. Wenn es bis Ende des Jahres keine bundesweite Einigung gebe, werde das deutsche Pfandsystem zersplittern, warnte Demleitner. „Das Pfand wurde bestimmt seit 40 Jahren nicht mehr erhöht.”

Kisten werden nicht zurückgebracht

Hintergrund der Diskussion: Für das Geld lohne es sich für viele Verbraucher und Großhändler nicht, die Kisten wieder an die Brauereien zurückzugeben, sagte der Verbandschef. Also seien die Brauereien gezwungen, immer wieder neue Kisten zu kaufen – und das geht ins Geld.

Bayern droht mit Alleingang

40 Bierbrauer im Freistaat Bayern wollen das Pfand auf leere Bierkisten von März 2020 an auf sechs Euro erhöhen, wenn es bis dahin keine deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung für die Kisten gibt. Das kündigte Georg Rittmayer, Präsident des Verbands Private Brauereien Bayern, an.

„Wir wollen eine bundesweite Lösung, aber vielleicht geht's nur mit Druck”, sagte Rittmayer. Seit Jahresbeginn liefen Gespräche zwischen Brauereiverbänden in ganz Deutschland, um das Pfand einheitlich anzuheben.

Zum Verband Private Brauereien gehören nach eigenen Angaben 800 Brauereien aus ganz Deutschland.

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