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WM 2022: Australien ermittelt wegen Korruptionsvorwürfen

Die australische Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Korruption rund um die gescheiterte Bewerbung des Landes für die Fußball-WM 2022. Bei den Untersuchungen geht es auch um den ehemaligen FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner, bestätigte die Behörde.

Tags zuvor hatte sich der australische Verbandspräsident Frank Lowy in einem Offenen Brief zu Vorgängen und einer 500 000-Dollar-Zahlung an den Nord- und Mittelamerikanischen sowie karibischen Dachverband CONCACAF geäußert. Er hatte betont, dass die australische Bewerbung sauber gewesen sei. Er wisse, dass andere es nicht gewesen seien. Die WM wurde letztlich an Katar vergeben.

Die halbe Million, die der australische Verband an den CONCACAF überwiesen hatte, sei für eine Machbarkeitsstudie für ein «Centre of Excellence» gewesen. Spätere Ermittlungen hätten gezeigt, dass Warner das Geld veruntreut habe. Zudem habe es zunächst von dem Centre, hinter dem Warner als damaliger CONCACAF-Präsident gestanden haben soll, eine Anfrage über eine Spende von vier Millionen Dollar für das Projekt gegeben.

Warner gehört zu den Beschuldigten, gegen den die US-Justiz wegen Korruption, Verschwörung und organisierten Verbrechens ermittelt. Der 72-Jährige äußerte sich seinerseits in einer TV-Ansprache und vor Parteianhängern in seiner Heimat Trinidad und Tobado. Dabei behauptete er, dass es Verbindungen zwischen der FIFA und dem Wahlkampf 2010 in seiner Heimat gebe. Davon wisse auch Joseph Blatter, der am Dienstag seinen Rücktritt als Präsident des Fußball-Weltverbandes angekündigt hatte.