Unsere Themenseiten

Syriens Regime beginnt Bodenoffensive mit russischer Hilfe

Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben mit russischer Luftunterstützung im Nordwesten des Landes eine Bodenoperation gegen Rebellen begonnen. Die Kämpfe nördlich der Stadt Hama seien die heftigsten seit Monaten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Russische Jets hätten das Kampfgebiet bombardiert. Der Leiter der Menschenrechtler, Rami Abdelrahman, sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Angriff sei ein Test für eine größer angelegte Bodenoffensive. Aus Kreisen nahe dem syrischen Militär hieß es, Russland wolle die Fähigkeiten seiner Verbündeten prüfen und sehen, wie die Rebellen auf einen Angriff reagieren.

Das angegriffene Gebiet steht unter Kontrolle verschiedener moderater und radikaler Gruppen. Gegner und Verbündete des Regimes hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass Tausende Kämpfer aus dem Iran und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah für eine Bodenoffensive der Armee gegen Rebellen nach Syrien verlegt worden seien.

Das russische Militär erklärte sich bereit, mit den USA über eine engere Abstimmung bei Luftangriffen in Syrien zu sprechen. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Die Äußerungen ließen aber offen, wie weit die Absprachen gehen sollen. Bislang gibt es zwischen Russen und Amerikanern nur Kontakte auf unterer Ebene, um Zwischenfälle bei den Einsätzen in Syrien zu vermeiden.