KRIMIREIHE

Gibt es noch genug „Tatort”-Folgen für dieses Jahr?

Anfang September endet die Sommerpause beim „Tatort”: Thiel und Boerne sind wieder im Einsatz. Aber konnten trotz Corona-Krise genug "Tatorte" gedreht werden?
dpa
Mit Morgenstern und Armbrust: Jan Josef Liefers und Axel Prahl bei den Dreharbeiten.
Mit Morgenstern und Armbrust: Jan Josef Liefers und Axel Prahl bei den Dreharbeiten. Rolf Vennenbernd
Wien ·

Nach dreimonatiger Sommerpause und vielen alten Wunsch-„Tatorten” geht es im Ersten in gut zwei Wochen wieder los mit neuen Sonntagskrimis. Am 6. September beginnt mit dem österreichischen Krimi „Pumpen” eine Jubiläumssaison, denn am 29. November ist es 50 Jahre her, dass der erste „Tatort: Taxi nach Leipzig” im deutschen Fernsehen gezeigt wurde.

Den 50. Geburtstag der beliebtesten deutschen Fernsehreihe begeht die ARD mit einem Doppelkrimi, in dem die Teams aus München und Dortmund von BR und WDR gemeinsam ermitteln. „Goldenekamera.de” zufolge kommen die Filme am 29. November und 6. Dezember, also am ersten und zweiten Advent.

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Eine Leiche in Ritterrüstung

Bis Silvester kommen außerdem noch zwei neue Münster-„Tatorte” mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Das bestätigte der WDR. Im Film „Limbus” im November hat Professor Boerne einen schweren Autounfall. In der weiteren Münster-Folge „Es lebe der König!” wird im Burggraben eines Wasserschlosses eine Leiche in Ritterrüstung gefunden. Die Folge soll zu Weihnachten laufen, wie „goldenekamera.de” berichtete.

Schon im Oktober (18.10.) feiert außerdem Zürich seine Premiere als neue Schweizer „Tatort”-Stadt. Der erste Fall für das Duo Tessa Ott und Isabelle Grandjean (Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher) heißt „Züri brännt” und führt in die 80er Jahre, als Jugendliche in der größten Stadt der Schweiz revoltierten.

Crossover-„Tatort” stand wegen Corona-Krise auf der Kippe

Angesichts der Corona-Krise müssen sich „Tatort”-Fans bislang keine Sorgen über fehlenden Nachschub machen. Nach derzeitiger ARD-Planung stehen genug Filme bis Ende des Jahres zur Verfügung, wie es in München bei der Programmdirektion des Ersten heißt.

Der sogenannte Crossover-„Tatort” zum 50. Jubiläum stand jedoch wegen der Corona-Krise wochenlang auf der Kippe, weil er beim Virusausbruch noch nicht fertig war. Der Dreh des Zweiteilers „In der Familie” (Drehbuch: Bernd Lange) konnte aber schließlich beendet werden. Regie führten Dominik Graf, der schon fürs 25. „Tatort”-Jubiläum mit „Frau Bu lacht” engagiert worden war, sowie Pia Strietmann.

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In den „In der Familie”-Filmen geht es um den Dortmunder Pizzeria-Inhaber Luca Modica (Beniamino Brogi) und mögliche Mafiaverwicklungen. Während die Ermittler Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon) das Restaurant der Modicas observieren, reisen ihre Münchner Kollegen Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) in Westfalen an, um einen untergetauchten mutmaßlichen Mörder festzunehmen.

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