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Tausende fliehen vor neuen Kämpfen im Kongo

Tausende fliehen vor neuen Kämpfen im Kongo
Tausende fliehen vor neuen Kämpfen im Kongo
Dai Kurokawa

Wegen neuer Kämpfe sind ewa 2000 Menschen aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) nach Uganda geflohen. «Die Kämpfe gehen weiter, wir erwarten noch mehr Flüchtlinge», sagte die Sprecherin des Roten Kreuzes in Uganda, Catherine Ntabadde.

Im Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo zu Uganda seien weitere tausende Menschen vor den blutigen Auseinandersetzungen geflohen, sagte Ntabadde der Nachrichtenagentur dpa in Kampala.

Verantwortlich ist nach Angaben in Kampala die aus Uganda stammende, muslimische Extremisten-Organisation ADF («Verbündeten Demokratische Kräfte»). An Weihnachten griffen ADF-Rebellen nach ugandischen Angaben einen kongolesischen Armeestützpunkt in der Stadt Kamango an und trieben damit Tausende von Zivilisten in den Flucht. In Uganda befinden sich wegen der seit Jahren andauernden Kämpfe zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Rebellenorganisationen im Nachbarland bereits etwa 150 000 kongolesische Flüchtlinge.

Erst vor zwei Wochen hatten - nach 20 Monaten blutiger Gewalt - die Regierung des Kongos und die Rebellen der M23-Bewegung Frieden geschlossen. Die berüchtigte Miliz hatte Anfang November ihre Niederlage eingestanden.