Teamchef Kohlmann sieht Finalwoche skeptisch

Teamchef Kohlmann sieht Finalwoche skeptisch
Teamchef Kohlmann sieht Finalwoche skeptisch
Arne Dedert

Teamchef Michael Kohlmann steht dem neuen Davis-Cup-Modus auch nach dem problemlosen Erreichen der Finalrunde skeptisch gegenüber.

„Nichtsdestotrotz muss man, um wirklich ein Fazit zu ziehen, es mal erlebt haben”, sagte der 45-Jährige nach dem 5:0-Sieg der deutschen Tennis-Herren in Frankfurt am Main gegen Ungarn. Vom 18. bis 24. November wird die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes wie 17 andere Teams in Madrid um den Titel spielen.

Die Deutschen müssen dabei anders als in der Qualifikationsrunde auf den Weltklasse-Spieler Alexander Zverev verzichten. Der Hamburger wird sich dann schon in den Urlaub verabschieden. Aus seiner Sicht ist die Zeit zur Erholung vor Beginn der neuen Saison zu kurz. Er gehe davon aus, dass der Tennis-Weltverband versuchen werde, den Termin der Endrunde für die Zukunft zu verlegen, sagte Kohlmann.

In der neuen Finalwoche, die Folge einer radikalen Reform ist, spielen zunächst 18 Teams in sechs Dreiergruppen gegeneinander. Statt vier Einzel und ein Doppel wie in der Qualifikationsrunde werden jeweils nur zwei Einzel und ein Doppel ausgetragen. Dann geht es mit der K.o.-Runde weiter. Die sechs Gruppensieger und die zwei besten Gruppenzweiten ziehen ins Viertelfinale ein.

Der Weltranglisten-Dritte Zverev hatte das neue System in den vergangenen Tagen deutlich kritisiert. „Ich kann euch sagen, 90 Prozent der Topspieler sind nicht dafür. Hoffentlich werden sie es auch so deutlich sagen wie ich”, sagte der 21-Jährige. „Dann wird es hoffentlich auch irgendwann wieder zum alten System kommen.”