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Israel ordnet getrennte Busse für Palästinenser an

Israel ordnet getrennte Busse für Palästinenser an
Israel ordnet getrennte Busse für Palästinenser an
Jim Hollander

Palästinenser aus dem Westjordanland dürfen nicht mehr in denselben Bussen fahren wie Israelis. Die Vorschriften des Verteidigungsministeriums sollten zunächst versuchsweise für drei Monate gelten, berichten israelische Medien.

Palästinensische Arbeiter mit Reisegenehmigungen müssten bei der Rückkehr aus Israel in das Westjordanland nun dieselbe Militärsperre passieren wie bei der Ausfahrt. Bisher konnten sie frei zwischen verschiedenen Übergängen verwenden. Sie dürften auch keine regulären israelischen Buslinien mehr verwenden, die ins Westjordanland führen.

Die israelische Zeitung «Haaretz» schrieb, die neuen Beschränkungen könnten die Reisezeiten für pendelnde Arbeiter um rund zwei Stunden verlängern. Menschenrechtsorganisationen wollten die Anweisungen vor dem Höchsten Gericht in Jerusalem anfechten.

Mit der neuen Entscheidung gibt das Verteidigungsministerium Forderungen des israelischen Siedlerrats nach, der sich für getrennte Busse für Juden und Araber ausgesprochen hatte. Als Begründung nannten die Siedler Sicherheitsbedenken und die Sorge vor Anschlägen.