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Telekom in Bestform: Investitionen zahlen sich aus

Zweistelliger Zuwachs bei Umsatz und Gewinn: Bei der Deutschen Telekom laufen die Geschäfte derzeit wie geschmiert.

Im zweiten Quartal 2015 verbesserte sich der Umsatz um mehr als 15 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro, teilte der Bonner Konzern in einem Zwischenbericht mit. Ohne Wechselkurseffekte und Zu- und Verkäufe hätte der Anstieg bei 5,7 Prozent gelegen. Telekom-Chef Tim Höttges sprach von guten Zahlen: «Wir sind auf dem richtigen Weg», erklärte der Manager.

Getragen wurde das Plus vor allem durch die positive Entwicklung der Geschäfte auf dem Heimatmarkt und in den USA. Das bereinigte Nettoergebnis erhöhte sich sogar um 70 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Darin hatte die Telekom allerdings Sondereffekte aus Personalaufwendungen herausgerechnet, die durch Neueinstellungen für den beschleunigten Netzausbau und die Umstellung des Netzes auf IP-Technik entstanden waren. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete die Telekom eine Umsatzplus von 14,2 Prozent auf 30,0 Milliarden Euro und einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro.

Im Inland machen sich laut Zwischenbericht inzwischen die Netzinvestitionen zunehmend in Zuwächsen bei den Kundenzahlen bemerkbar. So kletterte die Breitbandanschlüsse Ende Juni auf 12,5 Millionen. Mit 39,4 Millionen blieb die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland nahezu unverändert.

Damit lag die Telekom hinter der fusionierten Unternehmen von Telefónica und E-Plus auf Platz zwei. Die gesamten Umsätze in Deutschland erhöhte die Telekom im zweiten Quartal um 2,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro

Rasch voran schreite auch die Umstellung der Netze im Inland auf die IP-Plattform, hieß es weiter. Insgesamt seien bereits 7,8 Millionen Anschlüsse umgestellt worden, 95 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Keine Angaben machte das Unternehmen zu Klagen von Kunden, über die die «Süddeutsche Zeitung» am Donnerstag berichtet hatte. Dabei wurde unter anderem kritisiert, dass Kunden mehrere Tage vom Netz abgeschnitten worden. Das Unternehmen hatte schon früher Probleme eingeräumt, allerdings hielten sich die Störungen in Grenzen.

Freude macht dem Bonner Konzern unterdessen weiterhin die US-Tochter T-Mobile. Das Unternehmen verzeichnet derzeit einen anhaltenden Kundenansturm, der sich inzwischen auf in den Finanzzahlen niederschlage. So kletterte der Umsatz im zweiten Quartal um 13,7 Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar. Mit insgesamt 58,9 Millionen Kunden hat der Betreiber Sprint überholt und ist jetzt drittgrößter US-Anbieter