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Terror-Angst belastet Dax

Terror-Angst belastet Dax
Terror-Angst belastet Dax
Fredrik Von Erichsen

Berichte über Explosionen am Brüsseler Flughafen und in der Metro der belgischen Hauptstadt haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag belastet. Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen von Terroranschlägen aus.

«Die Lage ist derzeit noch nicht überschaubar», kommentierte Händler Markus Huber vom Broker City of London Markets. Nun machten Sorgen die Runde, «dass dies der Anfang einer neuen Terrorwelle in Europa sein könnte».

Der Dax sackte zum Handelsstart um bis zu knapp 2 Prozent ab, konnte seine Verluste anschließend aber wieder eindämmen: Über eine Stunde später stand der deutsche Leitindex noch 0,97 Prozent tiefer bei 9852,27 Punkten.

Am Vortag war der deutsche Leitindex lustlos in die verkürzte Börsenwoche vor Ostern gestartet - Marktbeobachter hatten von einem ausgedünnten Geschäft gesprochen. Allerdings hat das Börsenbarometer davor auch fünf Wochen in Folge zugelegt und sich um bis zu knapp 12 Prozent von seinem bisherigen Jahrestief im Februar erholt.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zuletzt noch 0,55 Prozent auf 20 000,12 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,78 Prozent auf 1582,43 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,71 Prozent auf 3027,27 Punkte zurück.

Am Brüsseler Flughafen habe es mindestens 13 Tote und 35 Verletzte gegeben, berichtete zuletzt der belgische Sender RTBF. Sie wurden nach einem Bericht des belgischen Fernsehsenders VRT von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht. Eine Bestätigung der Polizei gab es dafür zunächst nicht. Verletzte soll es zudem bei einer Explosion in der Brüsseler Metro-Station Maelbeek gegeben haben.

Im Dax sackten die Lufthansa-Aktien wegen der wieder verstärkten Terrorangst um 2,30 Prozent ab, im MDax büßten die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport 1,83 Prozent ein. «Unsicherheit heißt an der Börse erst mal verkaufen», sagte ein Börsianer. Das betreffe bei Terroranschlägen in einer ersten Reaktion vor allem die Reiseanbieter.