DFB-Team

Trapp empfiehlt sich vor Flicks Augen – Start in Hamburg

Der Bundestrainer sieht in München einen Spieler in Länderspielform, den er für die anstehenden Qualifikationspartien nicht berufen hat. Das Ziel gegen Rumänien und Nordmazedonien ist klar: Hansi Flick will „so schnell wie möglich” das WM-Ticket lösen.
dpa
Hansi Flick
Vertraut weitgehend auf die Akteure der drei siegreichen Spiele zu seinem Einstand: Bundestraier Hansi Flick. Foto: Christian Charisius/dpa Christian Charisius
Hamburg

Eigentlich wollte Hansi Flick als Tribünengast beim Bundesliga-Besuch in München seinen großen Bayern-Block noch einmal in Länderspielform sehen.

Doch die zeigte beim überraschenden 2:1 von Eintracht Frankfurt beim Tabellenführer der Fußball-Bundesliga am Sonntagabend ausgerechnet einer, den der Bundestrainer für die zwei anstehenden WM-Qualifikationsspiele nicht nominiert hat: Kevin Trapp.

Der nicht nominierte Trapp glänzt

Der Eintracht-Schlussmann brachte die Bayern-Angreifer um Torjäger Robert Lewandowski mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung. Nach der Partie machte der 31-jährige Trapp kein Hehl aus der Enttäuschung über seine Nichtnominierung für die zwei WM-Ausscheidungsspiele gegen Rumänien und in Nordmazedonien. Er glaube nicht, dass Flick nun „noch anruft und sagt, jetzt darfst du doch kommen”, sagte Trapp. Er werde weiter alles geben: „Ich versuche, meine Leistung zu bringen, dass ich mein Ziel erreiche, wieder Teil der Nationalmannschaft zu sein.”

Flick hat sich auf der Torhüterposition bei den anstehenden Partien für Bayern-Kapitän Manuel Neuer, Bernd Leno vom FC Arsenal sowie Rückkehrer Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona entschieden. Im „Kicker”-Interview sprach der Bundestrainer auch eine klare Rangfolge aus: Neuer sei die Nummer 1 vor ter Stegen, Leno und Trapp. „Das haben wir den Spielern auch klar so kommuniziert, damit jeder weiß, wo er augenblicklich steht”, sagte der 56 Jahre alte Flick.

DFB-Team startet in Hamburg

Seinen 23-köpfigen Kader versammelt der Bundestrainer heute in Hamburg. Dort geht es am 8. Oktober in der WM-Qualifikation gegen Rumänien weiter. Drei Tage später ist Nordmazedonien in Skopje der Gegner. Mit zwei Siegen kann Tabellenführer Deutschland im Idealfall schon vor den letzten zwei Spieltagen im November als Gruppensieger das Ticket zur WM-Endrunde 2022 in Katar lösen. „Wir wollen uns so schnell wie möglich qualifizieren”, sagte Flick.

Der Bundestrainer vertraut weitgehend auf die Akteure der drei Zu-Null-Siege gegen Liechtenstein (2:0), Armenien (6:0) und Island (4:0) bei seinem Einstand im vergangenen Monat. Neu im Aufgebot ist neben ter Stegen der zuletzt ebenfalls fehlende Gladbacher Matthias Ginter. „Wir haben im September die ersten guten Schritte gemacht”, sagte Flick: „Jetzt geht es darum, den Weg so weiterzugehen.”

© dpa-infocom, dpa:211004-99-470754/2

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