OPERATION GEGEN AL-BAGDADI

Trump will „Bedeutendes” bekanntgeben – IS-Chef tot?

Das US-Militär hat Medienberichten zufolge IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi in Syrien ins Visier genommen und angegriffen. Der Sondereinsatz habe am Samstag in Nordwesten Syriens stattgefunden, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf hochrangige Vertreter des Verteidigungsministeriums.
dpa
IS-Führer Al-Bagdadi
IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi in einem undatierten Video der Terrororganisation. Foto: Uncredited/Al-Furqan media/AP/dpa
Washington.

Der Auslandsgeheimdienst CIA habe beim Orten des IS-Führers geholfen. Das Weiße Haus hatte zuvor angekündigt, Präsident Donald Trump werde am Sonntagvormittag (Ortszeit) ein „bedeutendes Statement” abgeben. Trump selbst twitterte: „Etwas sehr Wichtiges hat sich gerade ereignet!” Einzelheiten dazu wurden aber nicht mitgeteilt.

„Newsweek” berichtete unter Berufung auf einen Mitarbeiter der US-Armee, Al-Bagdadi sei bei dem streng geheimen Einsatz in der letzten von den Islamisten beherrschten Hochburg in Idlib getötet worden. Das Verteidigungsministerium habe dem Weißen Haus mitgeteilt, dass das getötete „hochrangige Ziel” Al-Bagdadi mit „hoher Wahrscheinlichkeit” gewesen sei. Eine weitere Überprüfung stehe aber noch aus.

Einem hochrangigen Pentagon-Mitarbeiter zufolge habe es ein kurzes Gefecht gegeben, als die US-Streitkräfte das Gelände betreten hätten, wie „Newsweek” berichtete. Al-Bagdadi habe sich dann mit einem Sprengstoffgürtel selbst getötet. Familienangehörige seien anwesend gewesen. Kinder seien nicht verletzt worden, aber zwei Frauen Al-Bagdadis seien getötet worden, möglicherweise durch die Explosion des Sprengstoffgürtels.

Der Aufenthaltsort des bereits mehrfach für tot erklärten Al-Bagdadi ist unbekannt. Mit dem von den USA ausgesetzten Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 22 Millionen Euro) ist er einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Zuletzt hatte der IS im April ein Video mit Al-Bagdadi verbreitet, in dem er dem Westen mit Angriffen drohte.

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