„SOFORT UND OHNE MEHRKOSTEN”

Umweltbundesamt: Tempolimit von 130 spart 1,9 Millionen CO2

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen würde nach neuen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich mindern. Je nach Ausgestaltung könnten 1,9 Millionen bis 5,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden, wie die Behörde mitteilte.
dpa
Tempolimit
Eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde würde 2,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin.

Eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde würde demnach 2,6 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, ein Tempolimit von 130 noch 1,9 Millionen Tonnen – „und zwar sofort und ohne Mehrkosten”, wie UBA-Präsident Dirk Messner sagte. 5,4 Millionen Tonnen CO2 ließen sich sparen, wenn höchstens 100 Kilometer pro Stunde erlaubt wären.

Die Berechnungen basieren der Umweltbehörde zufolge auf aktuellen Verbrauchsdaten von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Zudem seien Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen zu Geschwindigkeiten auf Autobahnen herangezogen worden. 2018 hatten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf Autobahnen in Deutschland demnach Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 39,1 Millionen Tonnen CO2 verursacht, teilte das UBA weiter mit. Damit brächte ein Tempolimit von 120 Stundenkilometer eine Einsparung von 6,6 Prozent in diesem Bereich.

Darüber, ob ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sinnvoll wäre, streiten Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schon lange. „Ein solches Tempolimit ist vernünftig, auch für den Klimaschutz”, sagt Schulze dem „Spiegel”. „Es ist in der Gesellschaft mehrheitsfähig.”

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