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UN-Chemiewaffen-Experten zurück in Syrien

Die Chemiewaffeninspekteure der Vereinten Nationen setzen ihre Arbeit in Syrien fort. Das Team sei am Mittwoch in einem Hotel der syrischen Hauptstadt Damaskus eingetroffen, sagte ein UN-Mitarbeiter.

Aus Sicherheitsgründen waren die Experten nicht direkt nach Damaskus geflogen, sondern vom Flughafen Beirut aus dorthin gefahren. Bei ihrem ersten Aufenthalt in Syrien hatten die Inspekteure den Einsatz von Sarin-Gas in mehreren Dörfern im Umland von Damaskus festgestellt.

Nun sollen sie in dem Bürgerkriegsland drei weitere Vorfälle untersuchen, bei denen Giftgas eingesetzt worden sein soll: In Chan al-Asal und Scheich Maksud in der Provinz Aleppo sowie in Sarakib, einer Kleinstadt nahe der Provinzhauptstadt Idlib. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad hatte nach der ersten Untersuchung der Vernichtung seiner Chemiewaffen zugestimmt.

Der syrische Widerstand streitet währenddessen über einen Frieden mit dem Regime: Die syrische Exil-Opposition wird wegen der geplanten Verhandlungen in Genf von mehreren Seiten angefeindet. 13 islamistische Brigaden, darunter auch die zahlenmäßig starke Al-Nusra-Front, erklärten, die Nationale Syrische Allianz mit Sitz in Istanbul könne mit dem Regime nicht in ihrem Namen verhandeln.

In der Erklärung, die im Internet verbreitet wurde, heißt es: «Alle Gruppen, die im Ausland gegründet werden und die keinen Bezug haben zu dem, was im Land selbst geschieht, vertreten uns nicht und werden von uns auch nicht anerkannt.» Das Ziel der Brigaden sei die Durchsetzung des islamischen Rechts («Scharia») als einziger Quelle der Gesetzgebung.

Der Revolutionsrat der Stadt Aleppo teilte am Mittwoch mit, er lehne alle Verhandlungen ab, solange nicht garantiert sei, dass Präsident Baschar al-Assad und die führenden Funktionäre des Sicherheitsapparates zurücktreten.