Migranten
In Libyen sind Migranten Menschenrechtlern zufolge häufig Gewalt, Erpressung und Zwangsarbeit ausgesetzt. Foto: Bruno Thevenin/AP/dpa Bruno Thevenin
Vereinte Nationen

UN: Zahl der Migranten im Mittelmeer aus Libyen stark erhöht

Libyen gilt als wichtiges Transitland für Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen. Über 30.000 Migranten wurden im vergangenen Jahr von der libyschen Küstenwache abgefangen.
dpa
New York

Die Zahl der Migranten aus Libyen, die über das Mittelmeer Europa erreichen wollten, hat sich nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr stark erhöht.

„Bis zum 14. Dezember hatte die libysche Küstenwache 30.990 Migranten und Flüchtlinge abgefangen und nach Libyen zurückgebracht, fast dreimal so viele wie im Jahr 2020 (12.000 Menschen)», geht aus einem internen Bericht von UN-Generalsekretär António Guterres an den Sicherheitsrat hervor. Mehr als 1300 Menschen seien bei der gefährlichen Überfahrt mit oft schrottreifen Booten getötet worden. Auch hier stieg die Zahl nach Daten der Internationalen Organisation für Migration im Vergleich zum Vorjahr deutlich an.

Das Bürgerkriegsland Libyen hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Transitland für Migranten entwickelt, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen. Migranten sind Menschenrechtlern zufolge in Libyen immer wieder Gewalt, Erpressung und Zwangsarbeit ausgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:220118-99-760788/2

zur Homepage