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Universität nimmt nach Vorwürfen Steinmeier-Doktorarbeit ins Visier

SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat die Universität Gießen um eine «förmliche Überprüfung» der gegen ihn gerichteten Plagiatsvorwürfe gebeten.

Dies teilte Steinmeier nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der Universität, Joybrato Mukherjee, in Berlin mit.

Das Magazin «Focus» hatte am Wochenende unter Berufung auf den Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler Uwe Kamenz gemeldet, Steinmeiers Promotion weise «umfangreiche Plagiatsindizien» auf. Steinmeier sprach auf «Focus»-Anfrage von einem «absurden Vorwurf».

Die Universität wollte sich im Laufe des Montags zum weiteren Vorgehen äußern. Die Hochschule gehe in solchen Fällen nach einem standardisierten Verfahren vor, sagte eine Sprecherin. Derzeit werde geprüft, wie es in Gang gesetzt werden könne.

Steinmeier hat an der mittelhessischen Uni zunächst Rechts- und später auch Politikwissenschaft studiert. 1991 promovierte er mit seiner Arbeit zum Thema «Tradition und Perspektiven staatlicher Intervention zur Verhinderung und Beseitigung von Obdachlosigkeit».