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Unsicherheit über Syrien-Entwicklung belastet Dax

Unsicherheit über die Entwicklungen rund um Syrien hat den Dax belastet. Bis zur Mittagszeit sank der deutsche Leitindex um 0,50 Prozent auf 8140 Punkte, nachdem er am Morgen noch kurzzeitig positiv auf erfreuliche Wirtschaftsdaten aus China reagiert hatte.

Der MDax büßte, unter anderem belastet von kräftigen Kursverlusten bei ProSiebenSat.1, 0,93 Prozent auf 14 416 Punkte ein. Der TecDax verlor 0,24 Prozent auf 1033 Punkte.

«Es ist schwer für die Märkte, zurzeit stabilen Grund zu finden», sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko in London. «Und das alles wegen der Situation rund um Syrien», ergänzte sie. Dabei verwies die Händlerin darauf, dass US-Präsident Barack Obama Rückendeckung für eine Intervention von den Republikanern bekommen hat. «Da rücken dann auch die Dienstleistungsdaten aus China in den Hintergrund, denn ein Militärschlag ist damit nur noch eine Frage der Zeit.»

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt zog vor allem ein Papier aus der zweiten Reihe die Aufmerksamkeit auf sich: Die ProSiebenSat.1-Aktie büßte am MDax-Ende 5,48 Prozent ein. Die Finanzinvestoren KKR und Permira haben weitere Anteile an dem Privatsender abgestoßen. 25 Millionen Aktien wurden an Institutionelle verkauft. Allerdings, wie Händler sagten, zu einem Preis von 30,67 Euro und damit dem unteren Ende der Platzierungspreisspanne.

Im Dax gaben die Lufthansa-Titel am Ende des Kurszettels um 4,50 Prozent nach. Neben der Gewinnwarnung von Ryanair belastete wie bereits am Vortag der im Zuge des Syrienkonflikts gestiegene Ölpreis. Die Fraport-Aktien hielten sich trotz eines Urteil gegen die Südumfliegung mit minus 0,06 Prozent im MDax stabil. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) kippte überraschend diese Flugroute, so dass viele Flugzeuge auf ihrem Weg vom Frankfurter Flughafen in Richtung Norden künftig eine andere nehmen müssen. Die Revision wurde nicht zugelassen.