Deutschland

Urteil im Prozess um tödliches Autorennen in Berlin erwartet

– Mehr als drei Jahre nach einem tödlichen Autorennen in der Berliner Innenstadt soll heute das Urteil gesprochen werden. In dem neu aufgerollten Prozess am Landgericht der Hauptstadt sind zwei junge Männer angeklagt.
dpa
Unfallort
Zerfetzt: Fahrzeugteile liegen nach dem illegalen Autorennen in der Berliner Tauentzienstraße. Foto: Britta Pedersen
Tauentzienstraße
Die gesperrte Tauentzienstraße in Berlin nach dem illegalen Autorennen. Foto: Britta Pedersen
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Die Staatsanwaltschaft hat wiederum lebenslange Freiheitsstrafen wegen Mordes und lebenslange Führerschein-Sperren gefordert.

Zwei Sportwagenfahrer, die heute 30 und 27 Jahre alt sind, waren im Februar 2016 mit bis zu 170 Kilometern in der Stunde über den Kurfürstendamm gerast. Der ältere Angeklagte hatte schließlich an einer für ihn roten Ampel einen Jeep gerammt. Der 69-jährige Fahrer starb noch in seinem Auto.

Der Verteidiger des 30-Jährigen plädierte auf eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung. Die Verteidiger des 27-Jährigen sprachen sich für eine dreijährige Haftstrafe wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung seiner damaligen Beifahrerin aus.

Eine andere Strafkammer des Landgerichts hatte im Februar 2017 gegen die beiden Männer deutschlandweit zum ersten Mal in einem Raser-Fall lebenslange Haftstrafen wegen Mordes verhängt. Der Bundesgerichtshof (BGH) sah aber einen bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend begründet an. Er hob das Urteil auf und ordnete eine neue Verhandlung am Landgericht an.