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Valls bei Schweigeminute in Nizza ausgebuht

Valls bei Schweigeminute in Nizza ausgebuht
Valls bei Schweigeminute in Nizza ausgebuht
Christophe Petit Tesson

Bei der Schweigeminute für die Opfer des Anschlags von Nizza ist Frankreichs Regierungschef Manuel Valls ausgebuht worden.

Am Tatort auf dem Strandboulevard der Mittelmeer-Stadt bedachten Teilnehmer den Premierminister und weitere Regierungsvertreter vor und nach dem Innehalten mit Unmutsäußerungen, wie der Sender BFMTV berichtete. Feuerwehrleute und Rettungskräfte erhielten dagegen Applaus.

Nach dem erneuten Anschlag mit 84 Toten wird in Frankreich heftig darüber diskutiert, ob die Behörden genug für den Schutz der Bevölkerung vor Terrorangriffen getan haben. Ein 31-Jähriger hatte am Donnerstag - dem französischen Nationalfeiertag - einen Lastwagen durch eine Menschenmenge gesteuert und 84 Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Im vergangenen Jahr war das Land mehrfach Ziel verheerender Anschläge.

Am Mittag gedachten auf der berühmten Promenade von Nizza Tausende der Opfer, auch im Rest des Landes hielten Menschen inne. Präsident François Hollande nahm im Pariser Innenministerium an der Seite von Vertretern der Sicherheitskräfte an der Schweigeminute teil. Seit Samstag galt in Frankreich eine dreitägige Staatstrauer, an offiziellen Gebäuden hingen die Fahnen auf Halbmast.