CHAMPIONS LEAGUE

Varane und Zidane nach frühem Real-K.o. in der Kritik

Nach dem frühen Aus von Rekordsieger Real Madrid im Achtelfinale der Champions League stehen Raphaël Varane und Trainer Zinedine Zidane in der Kritik.
dpa
Zinedine Zidane
Wird nach dem Aus in der Champions League kritisiert: Real Madrids Trainer Zinedine Zidane. Foto: Peter Powell/POOL EPA/AP/dpa
Madrid.

Hart ins Gericht gingen die spanischen Medien vor allem mit dem 27 Jahre alten Innenverteidiger, der beim 1:2 (1:1) gegen Manchester City vor beiden Gegentoren eklatant gepatzt hatte. „Varane hob das Harakiri-Schwert”, titelte die Zeitung „El Mundo”. Real hatte vor der Corona-Zwangspause bereits das Hinspiel mit 1:2 verloren und verpasste damit das Viertelfinale.

Varane nahm die Schuld für die Niederlage auf sich und entschuldigte sich bei Fans und Teamkollegen. „Ich will die Verantwortung übernehmen, denn diese Niederlage ist meine, und ich muss sie hinnehmen”, sagte der Weltmeister von 2018. „Fehler werden auf dieser Ebene teuer bezahlt, und ich habe keine Erklärung für diese Fehler.”

„Zwei Geschenke – und ab nach Hause!”, titelte groß die Madrider Fachzeitung „Marca”, während auf Seite eins des Konkurrenzblattes „AS” zu lesen war: „Versunken”. In Katalonien, der Heimat von Reals Erzrivale FC Barcelona, genoß die Sportzeitung „Mundo Deportivo” die Pleite der Hauptstädter mit der Schlagzeile: „Reales K.o.”

Auch Trainer Zidane wurde von den spanischen Medien scharf kritisiert. „Zizou” sei nie ein Strategie-Genie gewesen, das wisse man, hieß es in einer TV-Talkrunde nach der Pleite. Dass er aber in Manchester von der Bank aus praktisch nichts getan habe, um eine Wende herbeizuführen, sei „unverzeihlich”.

© dpa-infocom, dpa:200808-99-89520/2

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