Venezuelas Opposition will humanitäre Hilfe ins Land holen

Venezuelas Opposition will humanitäre Hilfe ins Land holen
Venezuelas Opposition will humanitäre Hilfe ins Land holen
Boris Vergara

Im Streit um die humanitäre Hilfe für Venezuela will die Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó nun Fakten schaffen. Tausende freiwillige Helfer sollen heute die an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela bereitstehenden Hilfsgüter ins Land schaffen.

Staatschef Nicolás Maduro sieht die humanitäre Hilfe allerdings als Vorwand für eine militärische Intervention in dem südamerikanischen Land und hat die Streitkräfte angewiesen, die Lieferungen nicht passieren zu lassen.

Guaidó rief die Soldaten dazu auf, den Befehl zu ignorieren und die Lieferungen durchzulassen. „Diese Hilfe kann Leben retten”, schrieb er auf Twitter.

Zuvor hatte Präsident Maduro auch die Grenze zum Nachbarland Brasilien geschlossen. „Ab heute bleibt die Grenze zu Brasilien geschlossen – bis zu einer neuen Anweisung”, sagte der Präsident am Donnerstag bei einer Sitzung mit ranghohen Militärs. Zuvor hatte die sozialistische Regierung bereits die Grenze zu den niederländischen Karibikinseln Curaçao, Aruba und Bonaire dicht gemacht.

Venezuela leidet unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Aus Mangel an Devisen kann das einst reiche Land kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs einführen. Viele Menschen hungern, bereits besiegt geglaubte Krankheiten breiten sich wieder aus und über drei Millionen Venezolaner haben ihre Heimat bereits verlassen.