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Verdächtige von Chemnitz fordern Freilassung aus U-Haft

Verdächtige von Chemnitz fordern Freilassung aus U-Haft
Verdächtige von Chemnitz fordern Freilassung aus U-Haft
Hendrik Schmidt

Zwei Verdächtige, gegen die wegen des Tötungsdelikts an einem 35-Jährigen in Chemnitz ermittelt wird, fordern ihre Freilassung aus der Untersuchungshaft.

Beide Männer haben über ihre Anwälte Anträge auf Haftprüfung gestellt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz am Freitag sagte. Die Haftprüfungstermine am Amtsgericht Chemnitz seien für kommende Woche anberaumt.

Der Strafverteidiger Ulrich Dost-Roxin, Anwalt eines 22 Jahre alten Beschuldigten, erklärte, dass sich ein Tatverdacht gegen seinen Mandaten nicht belegen lasse. Der Mann bestreite, an der tödlichen Attacke beteiligt gewesen zu sein. Er habe einige Meter abseits gestanden. Mehrere Medien hatten zuvor über die Einlassungen des Verteidigers berichtet.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelt gegen den 22-Jährigen, der mutmaßlich aus dem Irak stammt, einen ebenfalls in U-Haft sitzenden Syrer sowie einen weiteren flüchtigen Iraker wegen gemeinschaftlichen Totschlags. Zum Hergang der tödlichen Attacke am Rande des Chemnitzer Stadtfest machen die Behörden bislang keine genauen Angaben. Der Tod des 35-Jährigen hatte zu Demonstrationen und fremdenfeindlichen Übergriffen in Chemnitz geführt.