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Verdi setzt Streiks am Sonntag aus

Verdi setzt Streiks am Sonntag aus
Verdi setzt Streiks am Sonntag aus
Hendrik Schmidt

Die Gewerkschaft Verdi will ihren Arbeitskampf beim Online-Versandhändler Amazon am Sonntag vorübergehend aussetzen. In den Versandzentren Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) sei man mit dem Versuch gescheitert, gegen die dort geplante Sonntagsarbeit gerichtlich vorzugehen.

Das, sagte Bernhard Schiederig, Verdi-Handelsexperte in Hessen, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach von einem «klaren Rechtsbruch» der zuständigen Behörden. Verdi behalte sich weitere rechtliche Schritte vor.

Da sich Amazon-Mitarbeiter bereits freiwillig zur Arbeit am vierten Adventssonntag gemeldet hätten, werde an diesem Tag nun kein Streik stattfinden, sagte Schiederig. An zwei weiteren geplanten Streikorten werde sonntags ohnehin nicht gearbeitet. Der Ausstand soll laut Verdi dann aber am Montag weitergehen. In Bad Hersfeld, Leipzig, Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) soll der Arbeitskampf bis Heiligabend (15.00 Uhr) anhalten.

Eine Amazon-Sprecherin wollte sich nicht zu dem Rechtsstreit und auch nicht zur Frage äußern, wie viele Beschäftigte am Sonntag in Bad Hersfeld und Leipzig arbeiten werden.