KLIMAWANDEL

Wärmerekord im Winter: Sechs Tage mit mehr als 20 Grad

Grund zu Beunruhigung: Im Winter sind gleich mehrere neue Wärmerekorde aufgestellt worden. So zeigen sich immer gravierendere Folgen des Klimawandels.
dpa
Klimawandel
Ausflügler entspannen bei frühlingshaften Temperaturen am Timmendorfer Strand. Dieser Winter hat neue Wärmerekorde aufgestellt. Foto: Gregor Fischer/dpa Gregor Fischer
Offenbach ·

Auch in den Wintermonaten zeigt sich der Klimawandel: Erstmals in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an Messstationen in Wintermonaten an sechs hintereinander folgenden Tagen Temperaturen von 20 Grad und mehr gemessen.

„Es gab schon mehrmals drei Tage hintereinander, zuletzt im Jahr 2019”, sagte ein DWD-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Nun hat sich das auf Anhieb verdoppelt – da zeigt sich ganz deutlich die Klima-Erwärmung.”

Hinzu kämen zahlreiche regionale und Bundesländer-Wärmerekorde. So wurde am Donnerstagnachmittag nach vorläufigen Ergebnissen in Holsbach in Baden-Württemberg ein Wert von 21,8 Grad gemessen – die höchste bisher in diesem Winter gemessene Temperatur.

Dass es sechs Tage hintereinander 20 Grad warm geworden sei, lasse sich am ehesten mit der historischen Hitzephase im Sommer 2018 vergleichen, als an mehreren Messstationen an drei Tagen hintereinander 40 Grad und mehr gemessen wurden, sagte der DWD-Sprecher. „Für viele Menschen sind die milden Temperaturen jetzt sehr angenehm – für Meteorologen sind sie jetzt im Winter sehr beunruhigend.”

© dpa-infocom, dpa:210225-99-592584/2

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