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Waffenruhe im syrischen Bürgerkrieg tritt in Kraft

Waffenruhe im syrischen Bürgerkrieg tritt in Kraft
Waffenruhe im syrischen Bürgerkrieg tritt in Kraft
Ali Mustafa

Nach fast fünf Jahren Bürgerkrieg in Syrien tritt am Samstag um Mitternacht Ortszeit eine Waffenruhe in Kraft. Die USA und Russland hatten sich Anfang der Woche auf die Feuerpause geeinigt.

Damit wollen die beiden Großmächte die Anfang Februar ausgesetzten Friedensgespräche zwischen Regime und Opposition wieder in Gang bringen. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura will sich dazu kurz nach Beginn der Feuerpause äußern.

Die Regierung, das wichtigste Oppositionsbündnis und weitere Konfliktparteien stimmten der Waffenruhe in den vergangenen Tagen zu. Ausgenommen von der Feuerpause sind die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie die Al-Nusra-Front - der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Syrien kündigte an, diese Gruppen würden weiter bekämpft.

Zugleich gibt es Zweifel, ob die Waffenruhe umgesetzt wird. Mit russischer Luftunterstützung haben die Anhänger des Regimes zuletzt wichtige Geländegewinne erzielt. Die Rebellen befürchten, die Armee und ihre Verbündeten könnten Angriffe auf den IS und die Al-Nusra-Front nutzen, um auch gegen anderen Regimegegner vorzugehen.