Israelis und Palästinenser verhandeln weiter

Vertreter Israels und der Palästinenser setzen ihre kriselnden Friedensgespräche nach US-Angaben am Mittwoch fort.
dpa
Israelis und Palästinenser verhandeln weiter
Israelis und Palästinenser verhandeln weiter Hannibal Hanschke
Washington ·

Wie die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, in Washington sagte, arbeiteten die Konfliktparteien an einer Vereinbarung zur Verlängerung der Ende April auslaufenden Friedensverhandlungen. Zu den Erfolgschancen wollte sie sich nicht äußern.

Die Gespräche waren zuletzt an den Rand des Scheiterns geraten. Israel hatte nicht wie vereinbart 26 palästinensische Häftlinge frei gelassen. Die Palästinenser nahmen daraufhin ihren Kampf auf internationalem Parkett für einen eigenen Staat wieder auf.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gab der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas indessen eine Mitschuld am tödlichen Anschlag auf einen israelischen Autofahrer. «Dieser verwerfliche Mord an einem Mann, der mit seiner Familie zu einem Essen aus Anlass des Freiheitsfestes (Pessach) unterwegs war, ist Folge der Aufwiegelung, für die die palästinensische Autonomiebehörde verantwortlich ist», hieß es in einer veröffentlichten Mitteilung seines Büros.

Netanjahu hat den Behörden von Abbas schon wiederholt vorgeworfen, sie würden in den Medien und in Schulbüchern den Hass auf Israel schüren und seien deshalb keine Friedenspartner.

Am Montagabend hatte ein Unbekannter kurz vor Beginn des jüdischen Pessach-Festes aus einer automatischen Waffe im palästinensischen Westjordanland westlich von Hebron auf vorbeifahrende Autos geschossen. Ein Familienvater war tödlich getroffen worden, seine Frau wurde verletzt. In einem anderen Auto wurde ein Junge verletzt. Niemand bekannte sich zu der Tat. Die israelischen Behörden gingen davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen palästinensischen Extremisten handelte. Eine Großfahndung blieb zunächst erfolglos.

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