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Weniger Umsatz und Gewinn: Dax-Konzerne spüren Gegenwind

Weniger Umsatz und Gewinn: Dax-Konzerne spüren Gegenwind
Weniger Umsatz und Gewinn: Dax-Konzerne spüren Gegenwind
Frank Rumpenhorst

Die Abkühlung der Weltkonjunktur und der stärkere Euro haben deutliche Spuren in den Quartalsbilanzen deutscher Börsenschwergewichte hinterlassen.

Der operative Gewinn (Ebit) der 30 Dax-Konzerne schrumpfte im zweiten Vierteljahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum zusammengerechnet um 6,6 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro, wie aus einer Untersuchung des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Der Gesamtumsatz der Konzerne (ohne Banken) sank um 1,1 Prozent auf 326 Milliarden Euro. Insgesamt setzten dreizehn Konzerne weniger um als im zweiten Quartal 2015.

«Die Rahmenbedingungen sind zurzeit alles andere als ideal», erklärte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. «Wirtschaftliche und politische Turbulenzen sorgen für Verunsicherung und erschweren die langfristige Planung von Investitionen». Die Schwellenländer, die viele Jahre Haupttreiber des weltweiten Wirtschaftswachstums waren, entwickelten sich schwach.

Für Gegenwind sorgte im zweiten Quartal auch der Euro, der gegenüber Dollar und Co. zulegte. Der gestiegene Eurokurs verteuert Produkte «Made in Germany» auf dem Weltmarkt. Das kann die Nachfrage dämpfen. Zugleich schrumpfen im Ausland erzielte Einnahmen bei der Umrechnung in die europäische Gemeinschaftswährung.

Spitzenreiter beim operativen Gewinn waren EY zufolge im zweiten Quartal die beiden Autokonzerne Daimler (3,3 Mrd. Euro) und BMW (2,7 Mrd. Euro), gefolgt vom Versicherungskonzern Allianz (2,4 Mrd. Euro). 19 Unternehmen verzeichneten einen Gewinnanstieg, elf Unternehmen einen Rückgang. Beim Umsatz war den Angaben zufolge der Autobauer VW mit knapp 57 Milliarden Euro führend.